Braune Wurzeln Von SS, Gestapo und Reichssicherheitshauptamt zum Verfassungsschutz. Eine Zusammenstellung
Naziaktivisten im Verfassungsschutz
Hubert Schrübbers
Er wurde 1955 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). [3]Schrübbers blieb bis 1972 BfV-Präsident. Hubert Schrübbers galt als überzeugter Nationalsozialist. Er war vor 1945 bei der Generalstaatsanwaltschaft am Reichsgerichtshof tätig und vertrat auch in sogenannten Hochverratsprozessen die Anklage. Schrübbers zeichnete sich durch hohe Strafanträge bei Gegnern des Nazieregimes aus.
Albert Radke
Radke war von 1951 bis 1964 Vize im Bundesamt. Er war bis Kriegsende als
Oberst im OKW-Amt Ausland/Abwehr und an Judendeportationen beteiligt.
Nach 1945 kam er in der Organisation Gehlen unter. 1951 wechselte er in das
Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV).
Richard Gercken
Leiter Abteilung IV im BfV: SSHauptsturmführer, Mitarbeiter im
Reichssicherheitshauptamt (RSHA), Abteilung IV (Gestapo), beteiligt an der
Verfolgung von Antifaschisten in Holland.
Dr. Gustav Halswick
»Sonderbeauftragter des Präsidenten des BfV«: SS-Obersturmbannführer.
Lehrer an der Reichsschule der SiPo, beteiligt an Kriegsverbrechen in Polen und der Sowjetunion.
Dr. Wilhelm Ludwig
Leiter Abteilung V im BfV: SS-Sturmbannführer, Offizier der 87. Standarte für
Innsbruck.
Erich Wenger
Leiter Beschaffung der Abteilung IV im BfV: SS-Hauptsturmführer, Mitarbeiter
der Gestapo an der deutschen Botschaft in Paris.
Werner Aretz
SS-Hauptsturmführer, Reichssicherheitshauptamt (RSHA), Amt IV Gestapo.
Gustav Barschdorf SS-Hauptscharführer, RSHA, Leiter einer Gestapo-Außenstelle, 1974 als Kriegsverbrecher verurteilt wegen Auspeitschungen
norwegischer Bürger.
Kurt Fischer
SS-Sturmbannführer, Major der Schutzpolizei, nach 1945 mit dem Namen
Karschner untergetaucht, dann Abteilung VI Bundesamt für Verfassungsschutz
(BfV).
Karl-Heinz Siemens
SS-Obersturmführer, Leibstandarte Adolf Hitler, beteiligt an Verbrechen dieser
Einheit. Nach 1945 als Dr. Kaiser in Westdeutschland untergetaucht; später
Oberregierungsrat in der Abt. III des Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV).
Johannes Strübing
SS-Hauptsturmführer, RSHA, Amt IV Gestapo, beteiligt an der Liquidierung
von 56 Antifaschisten der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen/Harnack und an
Misshandlungen und Folterungen von Häftlingen.
Alfred Wurbs
SS-Hauptsturmführer, RSHA Amt IV Gestapo, Waffen-SS-Division »Prinz
Eugen«, die auf dem Balkan schwere Kriegsverbrechen verübte. Außerdem
eines Einsatzkommandos in Norwegen, das Judentransporte in KZ zusammenstellte. Mit Wissen der damaligen Bundesregierung unter Decknamen im BfV tätig; erst ab 1956 mit Klarangaben Gruppenleiter in der Zentralabteilung V.
Wilhelm Dietz
Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Baden Württemberg: Teilnehmer an Führerschulungen der SiPo und des SD, Einsatz in Tilsit.
Erich Ehrlinger
LfV Saarland (Leiter): SS-Standartenführer, BdS in Minsk, 1962 wegen Beihilfe
zu Mord in 1.045 Fällen zu zwölf Jahren Haft verurteilt; 1965 aus der Haft
entlassen.
Leonhard Halmannseger
Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Bayern: 1934 Leiter der Nachrichtensammelstelle im Amt IV des Reichssicherheitshauptamt (Gestapo).
Nach dem Kriege interniert, danach LfVMitarbeiter.
Walter Odewald
LfV Niedersachsen: SS-Sturmbannführer, Reichssicherheitshauptamt (RSHA),
Einsatz in Paris und Prag.
Adolf Puchta
Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Bayern: 1934 führend in SA, SSObersturmbannführer; RSHA, Gestapo in der CSR, Leiter eines Einsatzkommandos in Norwegen, später Sowjetunion.
Harald Spehr
Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Hessen (Leiter): Mai 1942 Sonderreferat Großer Wannsee 43 beim Reichssicherheitshauptamt (RSHA),
zunächst Bibliothekar des Wannsee-Instituts, ab 1944 Leiter des Wannsee-Instituts. 1951 bis 1960 Leiter des Landesamt für Verfassungsschutz (LfV)
Hessen in Wiesbaden.
Quelle: [3] Der Spiegel 25/1966 - Hubert Schrübbers
www.spiegel.de/spiegel/print/d-46407655.html
Quelle: [4] . Von Klaus Eichner und Gotthold Schramm (Hrsg.) edition ost - Eulenspiegel Verlagsgruppe. Vgl.: 4. Altnazis in Verfassungsschutz und Polizei der BRD. Personelle Kontinuität im Verfassungsschutz. Siehe auch: Vom faschistischen Reichskriminalpolizeiamt (RKPA) zum Bundeskriminalamt (BKA) der Bundesrepublik Deutschland.
A) Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das
System der deutschen Konzentrationslager.
Wilhelm Heyne Verlag, München
1974.
B) Anatomie des SS-Staates, Band 1, dtv - Dokumente, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1967/1984. Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte.
Hans Buchheim: Die SS - das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam.
C) Anatomie des SS-Staates, Band 2, dtv - Dokumente, München 1967/1984.
Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte.
Martin Broszat: Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933-
1945. Hans-Adolf Jacobsen: Kommissarbefehl und Massenexekutionen sowjetischer Kriegsgefangener. Helmut Krausnick: Judenverfolgung.
REINHOLD SCHRAMM
aus der Zeitschrift GEHEIM 4/2011
Die Libyen-Strategie
Mit der Adenauer-Stiftung Krieg führen lernen, kann Geld sparen helfen
Von Hans Georg
Der Libyen-Krieg kann als Modell für künftige westliche Militärinterventionen gelten. Dies legen Untersuchungen deutscher Regierungsberater und Publizisten nahe. Demnach knüpft der Libyen-Krieg, in dem die NATO durchweg als Luftwaffe, dagegen fast ausschließlich einheimische Kräfte als Bodentruppen operierten, an die aus westlicher Sicht erfolgreichen Kriege gegen Jugoslawien an. Fehler etwa aus dem Afghanistan-Krieg, den der Westen auch mit eigenen Bodentruppen führt, würden auf diese Weise vermieden, heißt es in einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) publizierten Analyse: Es gelinge so, im eigenen Lande benötigtes Geld zu sparen und das Leben westlicher Soldaten zu schonen.
Der Lügner vom Amt
Joschka Fischer und seine Legende von der Nichtbeteiligung am Irak-Krieg
Von Jürgen Rose
Interview mit dem ehemaligen Bundesforschungsminister Andreas von Bülow (SPD) über den 11. September
"Ein Großteil der verlotterten Medien schaut nur noch auf den ausbeutbaren Skandalsatz"




