Heinrich_P
Viele haben vielleicht erst zu seinem Tode seinen Nachnamen kennen gelernt. Heinrich_P oder einfach Heinrich, das war attac Köln. Viele waren da, als ich dazu stieß, viele kamen, während ich dabei war und viele verschwanden wieder, während ich weitergemacht habe. Heinrich_P aber war immer attac Köln - nie allein aber immer da. ----
Es wird nie ein Kölsch ohne einen kurzen Gedanken an Dich geben.
Christine
15.10.2007
Spuren
Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen. Du wirst mir sehr fehlen.
Ludger
15.10.2007
Kleine Erinnerung
Heinrich hatte einen Namensvetter. Ich hoffe, das es in seinem Sinn ist, wenn ich daran erinnere.
(Chenopodium bonus-henricus)
Oliver
15.10.2007
Gelassen und Offen
Ich habe erst mit der taz-Anzeige vom unerwarteten Ende des langjährigen, aber noch nicht alten Mitkämpfers erfahren.
Heinrich ist seit den Anfangstagen in der Attac-Arbeit aktiv gewesen. Ich habe ihn als jemand erlebt, der ernsthaft an unserem Projekt und an einer besseren Welt gearbeitet hat, sich dabei nicht gescheut hat, seinen Standpunkt auch kontrovers in Attac zu vertreten. Es hat dabei immer viel Gelassenheit und Offenheit ausgestrahlt und so so manches entschärft und uns - zumindest mir - immer wieder deutlich gemacht, dass es nichts nutzt, sich selbst zu ernst zu nehmen und zu verbissen zu sein.
Diese Mischung aus ernsthaftem, zielgerichtetem Engagement und gleichzeitiger Offenheit und Gelassenheit bräuchten wir öfter.
Dagmar
15.10.2007
Alter Kämpfer
Trotz gelegentlich inhaltlich anders gesetzen Akzenten habe ich Heinrich als Kämpfer und Mitstreiter für eine bessere Welt erlebt und als jemanden, den frau jederzeit ansprechen konnte, sei es, politisch etwas zu organisieren oder wenn man einfach ein Gespräch suchte.
Senta
13.10.2007
Von Heinrich lernen
Heinrichs Optimismus und sein ungebrochenes Engagement machten ihn zum festen Leuchtturm von Attac Köln. Es war so selbstverständlich, dass er da war und heute wird richtig deutlich, wie rare und Bedeutsam eine solche Beständigkeit ist. Mit großer Menschenfreundlichkeit und Liebe zum Leben ging er gegen die Erniedrigungen von Hartz IV, den allgemeinen Kommerzialisierungswahn, der kriegerischen Standortpolitik und den Ellbogengerangel vor. „Politik muß spaß machen“ war sein Motto, das realisierte er indem er das Politische sehr persönlich verstand. Deine Zeit war längst nicht gekommen, Du wolltest noch so viel in dieser Welt bewegen, dabei wirst Du uns allen fehlen Heinrich.
zaungast
13.10.2007
Das kleine graue Kästchen mit den Tasten
Heinrich war buchstäblich "meine beste Freundin" - keine Auseinandersetzung war ihm zu mühselig, keine Geschichte zu kompliziert oder zu langweilig, keine Stunde zu spät - er wird mir sehr, sehr, sehr fehlen - scharfsichtiger, ausgleichender Weggefährte in stürmischen Zeiten bei Attac Deutschland und im restlichen Leben.
Günter
12.10.2007
Wenn ich politisch arbeite , dann mach ich das ganz.
Ich kenne Heinrich seit der Hochschulpolitik, als er im MSB-Spartacus politisch tätig war. Auch später war er fortwährend in politischen Zusammenhängen wie Friedenspolitik und Protesten gegen Arbeitslosigkeit und Demokratieabbau in Sichtweite. Politik im persönlichen Kontakt war sein Leben. Er wäre weniger für die Bühne, sondern arbeite lieber kontinuierlich und ehrlich im Hintergrund , sagte er mir einmal. Politisch vermitteln wollte er weniger über die bitterernste Wort/Satzakrobatik von oft unergiebigen Programmdiskussionen. Aus der Bewegung und aus vielen Kontakten im Einzelgespräch und beim Glas Bier baute er was man auch Netzwerk nennt.Wenn er Rundmails mittels Verteiler an über 2000 Kölner Sympathisanten schickte, so habe ich heute den Eindruck, dass mit allen vorher schon mal persönlich gesprochen hatte. Während andere sich von der Macht der herrschenden Massenmedien lähmen liessen, nutzte Heinrich zusammen mit uns Attacies neben Mailinglisten, und Verteilung von Flyern, Website usw. die Klaviatur der uns verbliebenen Sprachrohre unserer Politik. Die politische Bewegung hielt ihn rege und auch in Kontakt zu jungen Leuten, sodaß er sich auch auf deren Partys zuhause fühlen konnte. Seine politischen Ziele äußerte er offen und zäh im langen zeitlichen Horizont. Und wenn es wie in der Endphase vor der Abfahrt nach Heiligendamm chaotisch eng zu werden drohte, blieb er ruhig trotz Streß den er hatte, weil "das kennen wir doch bei jeder größeren Geschichte".
Heinrich, wir werden Dich sehr vermissen, als liebenswerten Kumpel wie mit deinen Erfahrungen.
Don Franco
12.10.2007
Magic Street Voices
Mit Heinrich geht der Kölner Szene ein Freund, liebeswerter Macher, politischer Überzeugungstäter und eine wichtige Integrationsfigur verloren.
Ohne Heinrich wäre die letzten 10 Jahre vieles nicht möglich gewesen. Wir sind seinem Ruf immer gerne gefolgt wenn es darum ging anzupacken um etwas "gemeinsames" zu machen jehnseits von persönlichen, Gruppen,- oder institutionellen Profilen.
Wir trauern um diesen wertvollen Menschen
Don Franco
i.A den Magic Street Voices.
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Veronika
12.10.2007
Gruß
Ich habe Heinrich Piotrowski vor zwei Jahren im Rahmen meiner Diplomarbeit zur Öffentlichkeitsarbeit von Nichtregierungsorganisationen interviewt. Er hat mir dabei interessante Einblicke in die Arbeit von Attac ermöglicht. Heute auf dieser Website von seinem Tod zu lesen hat mich sehr getroffen. Mein Mitgefühl gilt allen Mitgliedern von Attac-Köln und natürlich seiner Familie und seinen Freunden.