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Astrid
17.10.2007
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Die Seele von Attac Köln
Heinrich hat die Politik menschlicher gemacht, indem er Politik gemacht hat. Ich war immer sicher, dass es bei allen Krächen, ups, downs, Wechseln und Chaos weitergehen würde - weil Heinrich einfach immer weiter gemacht hat und andere mitgezogen hat. Er hat nicht seine Person und seine Position in den Vordergrund gestellt, sondern den Zuammenhalt immer wieder neu gesucht. Heinrich konnte mit großer Gelassenheit jeden Jeck anders sein lassen, was nur wenigen gelingt, ich habe das - neben seiner unglaublichen Zähigkeit und Wuselei - am meisten an ihm bewundert.
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Frauke
16.10.2007
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Wie schön dich kennen gelernt zu haben, Heinrich!
Ein politisch aktiver Mensch, der nicht nur Humor hat, sondern auch die seltene Fähigkeit zur Selbstironie besitzt - wunderbar! Das etwa ging mir durch den Kopf, als ich Heinrich - leider erst vor gut einem Jahr - kennen lernte. Und dieser erste Eindruck verdichtete sich im Laufe der zu kurzen Zeit zu der Gewissheit, jemandem begegnet zu sein, der - bei allem politischem Engagement - nicht die Macht sucht, sondern die Menschen.
Heinrich, ich freue mich, dich kennen gelernt zu haben!
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Angela Vorwerk
16.10.2007
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Abschied
Lieber Heinrich, schade und danke für die aufbauende, interessante und ruhige Zusammenarbeit mit Dir in Hannover.
Hier eing Gedicht von Erich Fried an Dich
Das Gute
fliegt jetzt davon
dorthin wo alles
nicht immer
in die Vergangenheit fällt
sondern täglich
auf-
und untergeht
wie die Sonne"
Gruß angela
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Henriette
16.10.2007
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Immer da
Ich habe mit Heinrich selber bei attac Köln gar nicht soviel zu tun gehabt.
Dennoch war Heinrich irgendwie immer da. Wie ein nicht sichtbares Band, das im Hintergrund alles zusammenhält.
Diese Verbundenheit beizubehalten wird ohne Heinrich sehr schwierig werden - Doch: -gerade in Erinnerung an ihn- darf sie nicht verloren gehen.
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Jule
16.10.2007
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Mach's gut, Heinrich
Wer könnte sich drum kümmern? Ruf mal Heinrich an. Heinrich, machst Du's? Klar, mach ich.
So selbstverständlich... An Deinem Engagement können wir uns ein Beispiel nehmen - Hut ab.
Und obwohl Du Deine eigene Meinung immer deutlich vertreten hast, hast Du Dich gleichzeitig immer für eine Lösung eingesetzt, mit der alle leben können. Manchen Streit hast Du entschärft, manche Streithähne wieder zusammengebracht. Auch dafür - Hut ab.
Dein Tod erschreckt und mahnt, jeden Tag zu leben als sei es der letzte. Ein kleiner Trost mag sein, dass Du selbst auch dafür immer ein Talent gehabt hast.
Hut ab und ein Kölsch auf Dich - Heinrich, mach's gut.
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Gast
16.10.2007
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Ohne Heinrich
Ich kenne Heinrich aus der gemeinsamen Arbeit in der attac-Rats-Vorbereitungs-AG. Er war froh über den Erfolg von attac, insbesondere darüber, dass auch die etablierte Politik nicht mehr an einer Kritik des Neo-Liberalismus vorbeikommt. Er ging davon aus, dass attac es in zwei bis drei Jahren schaffen muss, dass sich dann auch die Kapitalismus-Kritik auf eine breitere Basis stützen kann. Jetzt müssen wir das ohne Heinrich schaffen.
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Sami Atwa
16.10.2007
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letzte Stunden
letzte Stunden
Deine letzten Stunden mit dir Arbeiten zu dürfen ist mir eine Ehre gewesen.
Vierzig Kerzen haben wir in unserem Herzen, für den, den wir lieben. Wenn er geht, erlischt die erste Kerze. Mit jedem Lächeln von uns, die nächsten. Die allerletzte brennt aber, bis wir zu ihm gehen.
Arabischer Spruch
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Christian, Hannover
16.10.2007
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Lieber Heinrich
Ich kannte Dich nicht gut,
wir haben uns nur ein paar mal getroffen.
Aber das reichte um Dich
als wertvollen, beständigen
Menschen kennen zu lernen.
Ich glaubte, Du hättest noch viele
Jahre vor Dir.
Dein Gehen ist
mir sehr nahe gegangen.
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Gast
15.10.2007
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Gedanken
wir haben uns nicht wirklich kennengelernt, sind uns ein paar Mal aber doch begegnet.
Mir wird seine offene Art in Erinnerung bleiben; offen im Sinne von interessiert. Mit einer klaren Theorie im Hintergrund kam er jedoch immer wieder zu des Pudels Kern. ;-)
Es hätten vielleicht ein paar Gespräche mehr sein dürfen.
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Ralf
15.10.2007
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für meinen Onkel Heinrich
Hier zu lesen, wie Heinrich von euch geschätzt wurde, freut mich riesig & macht mich stolz.
Zu meiner Schande wusste ich nur nichts von seinen Aktivitäten. Wie aber auch…
Heinrich und ich (sein Neffe) hatten eigentlich kaum Kontakt zueinander. Als Verwandtschaft sollte man das eigentl. voneinander meinen, das es so wäre - war es aber leider nicht. wie sagt man so schön: Freunde kann man sich aussuchen - Verwandschaft, die hat man.
Wir haben beide den Kontakt zueinander einfach nicht gesucht. Das ist völlig wertfrei. Ist ja auch nichts negatives, ist halt manchmal so im Leben. Und wenn man sich dann alle paar Jahre mal traf, war er mir trotzdem nie fremd, sondern eher vertraut.
Als kleiner junge in den 70er war er für mich als Hippie etwas ganz besonderes. Keiner meiner Freunde hatte „so einen“ Onkel wie ich ihn hatte. Er hat natürlich in unserer Siedlung alle Blicke auf sich gezogen (lange Haare / Vollbart).
Er schenkte mir damals auch 2 oder 3 Briefmarkenalben. Ich war mächtig stolz, dass mein Onkel Heinrich mir so ein Geschenk machte. Oder wenn es mir bei den Kaffeekränzchen meiner Oma zu langweilig wurde, ging ich hoch zum Heinrich und lieh mir seine „Asterix & Obelix oder Donald Duck“ Hefte aus. Auch seine Musik fand ich immer interessant.
Überall Schallplatten, die ich mir auch ausleihen durfte. z.B. die Stones, die mit dem echten Reißverschluss im Cover eingelassen etc. oder seine Gitarre die immer in der ecke an seiner Matratze stand fand ich höchst spannend. Heute mit fast 40 Jahren spiele ich selbst Gitarre /singe & höre auch noch gerne die Stones.
Damals hatte er auch nie scheu sich mit unseren Verwandten auseinander zu setzen & alle gegen sich zu haben. Es ging dann um Themen wie Politik / 2.weltkrieg etc.
Für mich war das damals eh nicht zu verstehen.
Ich hatte damals oft das Gefühl, das er ihnen inhaltlich überlegen war. Bei diesen Auseinandersetzungen habe ich ihn nie laut oder ärgerlich erlebt, obwohl er meist alle gegen sich hatte. Er wirkte da auf mich immer ruhig & besonnen. Doch eines Tages zog er von zu Hause aus, und war von da an für mich als kleiner Junge „aus dem Leben / aus dem Sinn“.
Wenn ich Ihn in den letzten Jahren gesehen / getroffen habe, dachte ich mir oft „ man der bleibt sich selbst irgendwie immer treu. Wie früher, nur etwas grauer“.
Auch mit Mitte 50 war er immer noch ein Paradiesvogel wie es hier schon erwähnt wurde.
Als ich ihn zum letzten mal sah, war er bereits auf auf seinem letzten Flug unterwegs. Schade.
Mach’s gut Onkel Heinrich
Ralf
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